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Im Anfang war das Wort…

Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich einen Blog schreiben sollte oder lieber nicht. Wer würde das überhaupt lesen? Und wen würde es schon interessieren, was ich zu sagen habe? Das Internet quillt ja gerade nur so über vor lauter Blogs irgendwelcher Leute, dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass es ein unheimlich großes Mitteilungsbedürfnis der Menschen zu geben scheint. Schließlich hat heutzutage jeder zu allem eine Meinung, doch die wenigsten hören wirklich zu, was andere zu sagen haben.

Es gibt jedoch so viele Themen, über die es zu schreiben und zu diskutieren lohnt, die uns alle betreffen, so dass ich beschloss doch einen Blog zu starten. Denn gerade die Religion und die Religionspraktiken sind oft ein emotional aufgeladenes Thema, welches nur sehr schwer rational zu diskutieren ist. Nur allzu schnell werden hier „religiöse Gefühle“ verletzt oder die Angst vor der Einschränkung der eigenen Religionsfreiheit schlägt um sich und der Diskurs endet mit dem mahnenden Zeigefinger auf dem Grundgesetz.  

Dennoch leben wir in einer multikulturellen und pluralistischen Migrationsgesellschaft, in der das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Kulturen, Religionen, Werten und Meinungen organisiert werden muss, ohne dass der soziale Frieden dadurch gefährdet oder eine Gruppierung privilegiert oder diskriminiert wird.

Es muss sich also auf einen gemeinsamen Wertkanon geeinigt werden, auf dessen Basis gemeinschaftliches und friedliches Zusammenleben möglich ist. Im Fall Deutschlands ist dies das Grundgesetz, welches jeder Bürger stillschweigend, dadurch dass er hier lebt, anerkennt und akzeptiert. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass religiöse Praktiken mit den Gesetzen oder gar mit dem Grundgesetz kollidieren. In solchen Fällen wird dann abgewogen, welches Recht als schützenswerter zu erachten ist(z.B. Meinungsfreiheit vs. Religionsfreiheit)  

Ich halte es daher für äußerst wichtig, dass möglichst viele Menschen sich Gedanken zu diesem Thema machen und religiöse Praktiken als auch Rechtsprechungen kritisch hinterfragen. Denn auf die eine oder andere Weise wird dieses Thema jeden irgendwann im Leben einmal tangieren. Sei es bei der Kirchensteuer, der Abschaffung oder Erweiterung von religiösen Feiertagen (Ramadan, Jom Kippur), Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Kopftuch und Kruzifix Verbot in öffentlichen Einrichtungen, Körperverletzungen unter dem Deckmantel religiöser Traditionen oder die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch verletzte „religiöse Gefühle“.

Schließlich liegt es an uns, der Intoleranz, dem Fundamentalismus, der Inhumanität der Diskriminierung und der Unterdrückung entgegen zu treten und den Intoleranten, die ein gleichberechtigtes Miteinander und die Wahrung der Grundrechte aller Menschen gleichsam verhindern, keine Toleranz mehr zu zollen. Lasst uns also gut 200 Jahre Aufklärung und Kampf um die Menschenrechte nicht so leichtfertig durch unsere eigene Bequemlichkeit aufs Spiel setzen. Oder wie es Karl R. Popper sagte:

"Im Namen der Toleranz sollten wir daher das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren"
Karl R. Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Band I, Bern 1957, S. 268

 

Es sollen daher möglichst regelmäßig Artikel zu aktuellen als auch altbekannten Auseinandersetzungen mit der Religion verfasst werden, die die Problematik des Glaubens im öffentlichen Leben diskutieren und hoffentlich auf eine breite und interessierte Leserschaft treffen.

Des Weiteren werde ich unter Literaturtipps nach und nach Bücher, Artikel oder Essays vorstellen, die thematisch zu diesem Blog passen und es m.E. nach wert sind, gelesen zu werden und wertvolle Denkanstöße zum Thema Religion und Gesellschaft geben können.

Näheres über mich, wer ich bin, was ich bin und was ich eigentlich will, findet ihr HIER .

 

Und nun viel Vergnügen auf meinem Blog!

19.11.12 20:05

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